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| Münnich Jánosvölgy (1896) |
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Römisch-katholisch - Aus Zipser Neudorf (Slowakei) stammendes west-ungarisches Geschlecht.
Wappen (1896): Geteilt und halb gespalten, oben in Blau ein Pelikan mit geöffneten Flügel seinen im Nest befindlichen Nachwuchs fütternd. Unten vorne in Silber zwei ins Andreaskreuz gestellte Bergwerkshämmer umgeben von einem natürlichen Lorbeerkranz an roter Schleife; hinten in Rot ein schreitender goldener Greif, in dessen Rechten eine Schreibfeder und in der Lnken ein aufgeschlagenes Buch. haltend - Auf dem Helm mit rechts blau-silbernen und links rot-silbernen Decken ein Knappe wachsend in schwarzer ungarischer Bergwerkstracht mit grünem Kragen und Kappe, goldener Borte und Knöpfen, zwei Hämmer empor haltend. - Wahlspruch: "Labor et Fides". Münnich von Jánosvölgy, Adolf Gustav, Montanist. Geboren in Zipser Neudorf (Spišská Nová Ves, Slowakei), 12.5.1821, gestorben ebenda, 15.2.1899. Vater der beiden Folgenden. Absolvierte die Bergakademie Schemnitz und Freiberg i. S. Nach Beteiligung an der Revolution von 1848/49 war er 24 Jahre Direktor der Kobalt-Nickelstollen in Dobschau und der Bergwerke in Kotterbach. 1860 Vertrauensmann, 1871 Beisitzer, 1888 Vizepräsident der oberungarischen Waldbürgerschaft. 1860 entdeckte und durchforschte er den größten Teil des Kohlenlagers in Salgótarján. Münnich wurde für seine Verdienste um das oberungarische Bergwesen 1896 nobilitiert. - Werke: A Felsömagyarországi bányapolgárság története (Geschichte der oberungarischen Waldbürgerschaft), 1895. Münnich von Jánosvölgy Aurel Adolf, Politiker. Geboren Zipser Neudorf (Spišská Nová Ves, Slowakei), 5.5.1856, gestorben ebenda, 28.4.1906. Sohn des Vorigen, Bruder des Folgenden. Studierte in Budapest Jus (1880 Dr. jur.), 1882 Advokatendiplom. Münnich war dann Rechsanwalt der Ersten vaterländischen Sparkassa in Budapest, ab 1884 Abgeordneter im ungarischen Parlament, 1889 Delegationsmitglied und Referent in Militärangelegenheiten. 1889 berichtete er über den Entwurf des neuen Verteidiungsgesetzes. 1890 Honved-Major, war Präsident der Budapester Innerstädtischen Sparkassa und zahlreicher Vereine und Gesellschaften (z. B. Kaschau-Tornaer Vizinalbahn, Zipser Verein in Budapest, Ungarischer Karpathenverein). 1897 Ehrenbürger von Zipser Neudorf. Münnich von Jánosvölgy Koloman Bela Julius, Montanist. Geboren Zipser Neudorf (Spišská Nová Ves, Slowakei), 21.1.1854, gestorben ebenda, 3.7.1934. Sohn des Montanisten Adolf (siehe oben), Bruder des Vorigen. Studierte 1870-73 an der Bergakademie in Schemnitz (1874 ebenda Hilfslehrer), 1875 an der Bergakademie in Freiberg i. S. 1876 legte Münnich in Budapest als erster in Ungarn die Staatsprüfung im Fach Berg-Ingenieurs-Wesen ab. 1876 Direktor des Kobaltbergwerks in Dobschau, später Direktor und Inhaber mehrerer Bergwerke und Hütten in den Komitaten Zips und Gömör. Bis 1895 war er Direktor der Krompacher Eisenwerke, dann Mitglied der Direktion der AG Hernádvölgyi magyar vasipar r. t. M., hatte Anteil an der Eröffnung mehrerer Bergwerke und an der Vermessung und Erschließung (1880/81) der Tropfsteinhöhle von Agtelek. 1892 Bergrat, 1910 Hofrat. 1910 Abgeordneter im ungarischen Parlament. Präsident zahlreicher Gesellschaften und Vereine. Nach dem Ersten Weltkrieg war Münnich Direktor des städtischen Elektrizitätswerks in Zipser Neudorf.
Literatur:
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