Gumpp von Fragenstein und Stockburg Drucken
Adelslexikon - User Notes

Tiroler Geschlecht.

 

1607/Aug/29.: Erzherzog Maximilian verleiht an Christoph (I.) GUMPP, Bürger in Innsbruck, seinen "Hoftischler und Getreuen" das GUMPPische Stammwappen: "wappen und clainot ... ist ein blaw, od lasurfarbe Schildt, auß ... mitte deß ... (ein weißer oder silberner) Spickhl mit dem Spitz (nach unten) gekhert und sich aufwerts bis auf das halb thail des Schildts mehrend [Anm.: diff. Konzept AA / Brief! Im Konzept korrigierende Marginalie:] in der unndern blawen Veldung (erscheinen) zway gelb od goldfarbe gilgen ['Gilgen' = Lilien, Anm.] {zway in der obren weiß [Anm.: nur im Konzept, im Orig.-Brief nicht umgesetzt]} in dem Spickhl grad über sich das oberthail weiß [...] des Schildts (darinnen ein) {schwarzer [Anm.: im Konzept wieder ausgestrichen, im Orig.-Brief in naturfarbe umgesetzt]} Mor [= Mohr, Anm.] mit ein roth und weiß, auch gelben und blawen Schurz (nach [obiger Art] & farb abgeteilt), in der rechten ein Türggischen Flitsehbogen und linggen hand also Pfeil darzue halttend, ... das haubt mit einer (in obigen) farben (gehaltenen[?]) fligenden binden geziret. [Anm.: im Konzept folgen mehrere Streichungszeilen] auf dem Schilde ein Stechhelm, zur linggen Roth und weiß und rechten gelb [Anm.: im Konzept folgt Streichung] und blawe helmdeckh(en), darauf eine der im Schilde ganz gleich geformierte person ..."

1619: Vermutlich Zeitpunkt der ersten Wappenbesserung mit Verleihung des Prädikats "von Frankenau": anstelle des bürgerlichen Stechhelmes wird ein gekrönter Spangenhelm gesetzt. - Der Spangenhelm wird in Hinkunft sehr wohl verwendet, nicht hingegen die Krone. (Da die Helmkrone bislang nur in einer Skizze vorliegt und kein präzisierendes Schriftstück überliefert worden zu sein scheint, kann über die Art der Helmkrone keine verläßliche Auskunft gegeben werden.)

1660: Elias, der für den Vorderösterreichischen Zweig von Erzherzog Ferdinand Karl das Prädikat "von Stockburg" erhält, läßt sein Wappen unverändert. Häufig dokumentiert ist das Wappen wie unter 1619 beschrieben.

1662/Jul/20.: Christoph (II.), der für den Tiroler Zweig von Erzherzog Ferdinand Karl das Prädikat "von Fragenstein" erhält, läßt sein Wappen ebenfalls unverändert.

1678: Johann Anton: mit Erlangung des Bürgerrechtes in München kommt beim Zweig der GUMPP in Oberbayern die Verwendung von Prädikat und Wappen außer Gebrauch.

1721: Johann Martin (I.): (lt. Konrad Fischnaler 1951, op. postumum) "In bl. eine eingebogene gestürzte w/s. Spitze von der Mitte abwärts, darin ein Mohr mit r.-w/s.-g.-bl. Röckchen u. Stirnbinde, rechts einen Bogen abstreckend, links einen Pfeil schulternd, begleitet von 2 w/s. Lilien, gestellt nach der Teilung. Helmzier. Bausch [Anm.: Verwechslung mit 1607?], Mohr wie vorne wachsend."

1742: Johann Martin (II.): [Anm.: unsichere Quelle!] "In r. eine eingebogene gestürzte w/s. Spitze von der Mitte abwärts, darin ein Mohr mit r.-w/s.-g.-bl. Röckchen u. Stirnbinde, rechts einen Bogen haltend, links einen Pfeil schulternd, begleitet von 2 w/s. Lilien, die nach der Teilung gestellt sind. Die Helmzier zeigt den Mohr von vorn wachsend."


QUELLE: Alexander GUMPP, Copyrightvermerk: Daten zusammengestellt und eigene Recherchen von Familie Helmut GUMPP in Langweid/Lech.
 

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