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| Adelslexikon - User Notes | |||
| Geschrieben von: Sindt-Carbone, N. H. G. | |||
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N.H. Gilles SINDT-CARBONE - Benutzer-Annotation. Auch SINT, SIND, SÜNDT. Erste Glieder dieser Familien werden bereits am Anfang des 15. Jahrhunderts in diversen Heinfelser Urbaren genannt. Niklauss Sind von Horpruck (Hollbrück) Plew auf dem Plewhoff (1426), Jacob und N. Sindt von Horprugk Plewer auf dem Plewhoff (1433) und N.N. Syndt de Horprucken Plewer auf dem Plewhoff (1463). Am 20. Mai 1693 verleiht der Pfalzgraf Johann Niward Sutori zu Ortenhaimb in Bozen den Gebrüdern Niclaus, Bläsy und Thobias und postum ihrem Bruder Martin und folgend dessen Söhnen Peter und Niclaus einen Wappenbrief. Dieses Wappen führt noch der Expositus am Ponnberg Martin Sint (1813-1844). Aus dieser tirolischen Familie sind mehrere Persönlichkeiten von Rang hervorgegangen, wie Prof. Josef SINT, Lehrbuchautor und Literat, sowie sein Sohn Dr. Peter-Paul Sint, der heute in Wien lebt. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts übersiedelte ein Christian SIN(D)T von Osttirol nach Linz, wo er als Handelsmann und Verwalter der Stadtwaage rasch Karriere machte und in den inneren Rat der Stadt aufgenommen wurde. Im Jahr der Manufacturgründung 1672 hatte SIN(D)T das Ratsmandat nicht mehr inne. Sein Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Matthias Kolb von Kolbenturm. Nach Christian SIN(D)T wurde 1928 die Sint-Strasse in Linz benannt. Über ihn und die Linzer Wollzeugfabriken kann man im Buch von Helmut Lacker und Gerhard A. Stadler "Fabriken in der Stadt Linz" (Linz 1990) nachlesen. Christian SIN(D)Ts Sohn, Georg Christof (geb. 1651), der als Handelsmann im damals bayerischen, heute oberösterreichischen Braunau tätig war, wurde dd. Linz 12.11.1697 von Kaiser Leopold I. in den Reichs-Adelstand mit dem Prädikat "von SINDENSEE" erhoben. Leopold-Josef SINT ist der vierte Sohn aus der vor 1670 geschlossenen zweiten Ehe des von Kartitsch in Osttirol stammenden Gründers der Linzer Wollzeugfabrik Christian SIN(D)T mit Susanna geb. Seltenreich. Er erblickte am 11.11.1674 in Linz das Licht der Welt und trat wohl schon in jungen Jahren, gefördert durch den Einfluss seines Vaters, der Ratsbürger war, in den Dienst des Magistrats Linz. 1706 scheint er als Registrator auf und ist für das Archivwesen verantwortlich. In den zwanziger Jahren (erste Erwähnung 1727) avancierte er zum städtischen Expeditor. Neben dem Stadtschreiber war dies damals der einflussreichste städtische Beamte. Seine Ehe mit Anna Rosina GEYMER entsprossen sieben Kinder. Unter ihnen befindet sich auch der spätere städtische Registrator Ignaz-Franz SINDT (gest. 1788 Linz). SINDT starb am 27.12.1749 in Linz. Sein Hauptverdienst bleibt die Ordnungsarbeit im Linzer Stadtarchiv, dessen Bestände er in einem vierbändigen "Directorium registraturae" mustergültig verzeichnete. Dieses "Directorium" birgt zahlreiche kompilatorische Ansätze für eine Stadtchronik, das von manchen Forschern auch heute noch als Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen gerne genommen wird. Auf mehr als viereinhalbtausend Seiten hat SINDT den damals bedeutenden Akten- und Urkundenbestand der Stadt nach Sachgruppen gegliedert verzeichnet (1731). Das "Directorium registraturae" bildet die Voraussetzung für die SINDTSCHE STADTCHRONIK, die sich allerdings auch auf Vorlagen des frühen 17. Jahrhunderts stützt. SINDTs Chronik kann dennoch als die erste Geschichte Quellenbasis der Stadt Linz angesehen werden. Sie erfuhr mehrere Redaktionen, wurde oftmals abgeschrieben (Seyringen) und offenbar von seinem Sohn Ignaz-Franz fortgesetzt. Mit Fug und Recht ist er als Vorläufer moderner stadtarchivarischer Tätigkeit zu bezeichnen, denn er war Archivar und Historiker in einer Person. Als Georg-Christofs Enkel wird in WURZBACH ein Baron Johann Baptismus von SIND (1709-1776) Kavallerie Oberst, Hippolog und in Kurkölnischen Diensten, genannt. Baron von SIND wird am 28.1.1734 zum Truchsess und Stallmeister ernannt (Konzept in Kurköln II Nr. 552 Bl.23) Am 28.7.1739 und 5.1.1754 unterschreibt er mit anderen Erben des verstorbenen Geheimen Rats von ZEHMAN Reverse (Kurköln Urk. 5572, 5677). Der "Kurkölnische Hof - und Staatskalender", nennt Johann-Baptist von SIND in den Jahren 1759-1775 als Stallmeister mit folgenden Zusätzen: 1759 Obrist des Kavallerieregiments von Berlo, 1761 Obrist des Kavallerieregiments von Hartzfeld, ab 1766 Obrist eines Münsteraner Kavallerieregiments. Quellen:
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