Adels- u. Wappenbriefe im Ferdinandeum Drucken
Heraldik - Weitere Texte
Geschrieben von: Fischnaler, Conrad   

adelsdiplomIn den Jahren 1891 und 1892 hat der Fachdirektor der historischen Sektion, Professor Dr. Oswald REDLICH, angefangen, die Urkunden-Sammlung des Museums zu revidieren und das Regestenwerk zu vervollständigen. Seine Berufung nach Wien brachte diese verdienstliche Arbeit leider zum Stillstand. Die zufällige Entdeckung, dass mehrere Urkunden, welche seinerzeit von Hofrath BIRK benützt und von LICHBOWSKY in der Geschichte des Hauses Habsburg nach dem Ferdinandeums-Exemplar zitiert sind, heute dieser Sammlung fehlen, gab Veranlassung, den Gesammtinhalt des "Urkunden-Kastens" zu kontrollieren und den Gesammtbestand an Urkunden chronologisch zu ordnen. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass das Ferdinandeum eine nicht unbeträchtliche Anzahl Wappenbriefe, Adelsdiplome etc. tirolischer und ausländischer, blühender und erloschener Geschlechter besitze, zum Teil von sehr schöner Ausstattung mit prächtigen Siegeln, zum Teil kalligraphische Musterleistungen an Zierlichkeit, Geschmack und Eleganz.

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Die Stellung des niederen Adels in Böhmen Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Schlechta-Wssehrd, A. P.   

Die LandständeHäufig begegnet man der Vorstellung, dass der niedere Adel oder der sogenannte Ritterstand im Mittelalter eine vom Bürgerstande gänzlich abgeschlossene, mit diesem in keiner oder geringer gesellschaftlicher Fühlung stehende Kaste war. Diese Ansieht ist auch in gewisser Beziehung historisch begründet, wenn man den niederen Adel Deutschlands oder Frankreichs vor Augen hat, obgleich auch hier das Patriziat der Reichsstädte eine dem Ansehen des Adels nahe kommende Ausnahmestellung eingenommen hat.  In Böhmen dagegen lernen wir, je klarer man durch die fortschreitende historische Forschung die mittelalterlichen sozialen und politischen Zustände dieses Landes beurteilen kann, vielfach andere Verhältnisse kennen.

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Quantitative Betrachtung des Ordens der Eisernen Krone Drucken
Orden - Orden der Eisernen Kronen
Geschrieben von: Schullern, U.   

Eiserne Kronen OrdenDas aufstrebende Bürgertum, das für die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung war, sollte neben dem Militär mittels Ordensverleihungen an die Dynastie gebunden werden. Laut Ordensstatuten sollte die Anzahl der Ordensritter 100 nicht überschreiten. Doch waren schon im Jahr 1868 fast zweitausend Personen ausgezeichnet worden. - Ab bestimmten Rängen im Staatsdienst und für nicht näher spezifizierte "besondere Leistungen" "gebührte" nach ungeschriebener Konvention eine der drei Klassen des Ordens. Die I. Klasse des Ordens erlaubte dem neuen Ordenträger statutenmäßig, um die Zuerkennung der Würde eines Geheimen Rates anzusuchen. Die II. Ordensklasse ebnete den Weg zum Freiherrnstand, die III. Klasse in den Ritterstand (siehe Statuten). Mit Erlass des k. k. Ministerium des Inneren wurde am 24. August 1884 diese "fließbandmäßigen Nobilitationen" beendet.

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Recht unehelicher Kinder auf Namen, Adel und Wappen ihres Vaters Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Schaller, M.   
Legitimation uneheliche KinderDas allgemeine bürgerliche Gesetzbuch Josefs II., das mit Patent vom 1. November 1786 publiziert wurde und am 1. Jänner 1787 in den gesamten Erbländern, am 1. Mai desselben Jahres auch in Galizien in Kraft trat, enthält in §§ 15 und 16 des IV. Hauptstückes eine eigenartige Unterscheidung zwischen wahrhaft unehelichen Kindern und solchen, welche den ehelichen Kindern gleichzuhalten sind und die man als quasieheliche bezeichnen könnte.
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Ultimus - Erloschene Tiroler Edelgeschlechter Drucken
Genealogie - Weitere Texte
Geschrieben von: Granichstaedten-Czerva, R.   
UltimiSehr oft wird an den Genealogen die Frage gerichtet, ob, wann und mit wem eine Tiroler Familie ausgestorben ist. Es kommt nicht selten vor, daß von einem als erloschenen geltenden Geschlechte plötzlich irgendwo, in einer fremden Stadt, ein Nachkomme und Namensträger auftaucht oder als gestorben gemeldet wird. Lediglich die Gothaschen Taschenkalender verzeichnen mit hoher Verläßlichkeit im "Anhang" den "Ultimus". Vorliegende Arbeit soll nur ein bescheidener Versuch sein, die "Ultimi" zusammenzustellen, wobei diese Arbeit, wie jedes genealogische Werk, an Unvollständigkeit leidet. Im erbbiologischen Sinne gibt es nur selten "ganz erloschene" Geschlechter, denn wenn in irgend einer Generation eine Frau in eine andere Familie eingeheiratet hat und dort Kinder in die Welt setzte, deren Nachkommen heute noch leben, so hat sich eben das im Mannesstamme erloschene Geschlecht durch die Frau blutmäßig in einer anderen Familie fortgesetzt.
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Vorgehen gegen Adelsanmaßung bei Militärpersonen Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Schullern, U.   

AdelsanmassungIn Verfolg des durch die Zirkular-Verordnung vom 21. März 1828, M. 927, sämtlichen Generalkommanden, dem Haupt-Genie- und Haupt-Zeugamte, dem Marine-Oberkommando [1] und dem Festungs-Kommando in Mainz vorläufig mitgeteilten Hofkanzlei-Dekretes vom 2. November 1827 wird über herabgelangte Allerhöchste Entschließung vom 22. Mai 1839 rücksichtlich der Untersuchung und Bestrafung der von Militärpersonen sich erlaubten Adels-Anmaßung folgendes verordnet.

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Altösterreichisches Adels- und Wappenrecht Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Granichstaedten-Czerva, R.   

Adels- u. WappenrechtDurch den Brand des Justizpalastes am 15. Juli 1927 und den Bombentreffer am 10. September 1944 auf das Staatsarchiv des Innern (jetzt Österreichisches Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv) wurden zahlreiche wichtige Akten adelsrechtlichen Inhaltes durch Feuer und Wasser zerstört. Die Kenntnis der Rechtsnormen, wie sie im alten Österreich (bis zur Aufhebung des Adels am 3. April 1919) für das Adels- und Wappenwesen bestanden, ist aber für den wissenschaftlich arbeitenden Genealogen und Heraldiker wichtig, da nur dadurch zahlreiche kaiserlichen Entschließungen, Hofkanzleidekrete, Ministerialerlässe, Verordnungen, Kundmachungen usw., die, zerstreut, zum Teile überhaupt nicht mehr auffindbar, aber für die Adelsrechtsgeschichte, die doch ein Teil der gesamtösterreichischen Rechts- und Reichsgeschichte ist, von Bedeutung sind, hier veröffentlichen zu dürfen, um sie der Nachwelt zu erhalten.

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Bemerkungen über die Stellung des Adels im 20. Jahrhundert Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Schullern, H.   
Stellung des Adels in der ModerneSeit der Adel fast alle seine früheren Vorrechte verloren hat, haben auch die Angriffe gegen ihn als Institution im großen und ganzen aufgehört; man schreibt ihm kaum mehr irgend eine Bedeutung zu und belächelt höchstens mit Mitleid oder mit Hohn diejenigen Sonderlinge, die ihm noch ein Interesse entgegenbringen oder gar ihm noch eine eigene soziale Mission zuschreiben.

Nur jener Teil des Adels, der sich durch großen Reichtum oder doch wenigstens durch besonders hervorragend glänzende Namen auszeichnet und daher - sei es gesetzlich oder tatsächlich - noch politischen Einfluß übt oder durch seine Beziehungen zu den Höfen soziale Präponderanz aufweist, wird noch würdig befunden, mehr oder weniger liebenswürdig be- oder verurteilt zu werden - und auch das schon bald mehr in Witzblättern, als in ernster politischer Diskussion.

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Militärvorschriften in Adelsangelegenheiten Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Schullern, U.   

MilitärvorschriftenAnspruch auf taxfreie Standeserhebungen durch ununterbrochene 30-jährige militärische Dienstleistung oder gemäß der Ordensstatuten durch den Besitz eines der inländischen Ritterorden. - Besondere Bestimmungen in Bezug auf Adelseinschreiten. - Zuständigkeit des Adels, Nachweisung desselben, Adels- und Wappenanmaßungen, Erlöschen des Adels. - Vom ausländischen Adel.

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Der Adel im Leben Tirols Drucken
Genealogie - Weitere Texte
Geschrieben von: Hochenegg, H.   

Selbstlose GesinnungHOCHENEGG, Hans - "Der Adel im Leben Tirols - Eine soziologische Studie", in Studien zur Rechts-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte Bd. VIII, Innsbruck 1972. - Die patriarchalischen Lebensumstände der Großväterzeit sind zwar vorbei, der Adel selbst ist durch die nivellierende Welle der Zeitströmung um jeden Einfluß gekommen, immer aber wird man der Leute bedürfen, denen das Gemeinwohl wichtiger ist als eigener Gewinn! Früher wurde der Adel immer wieder durch eine Auslese aus dem Bauern- und Bürgertum verjüngt. Die dem Blute nach Edlen, die ihrem Herzen nach Edlen, müssen auch in kommender Zeit jene Kulturmission fortsetzen, die seinerzeit soviele Adelsherrn als Führer und Berater ihrer Mitbürger beseelt hat!

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Alt-Tiroler Adels-Bündnisse Drucken
Standeserhöhungen - Adelsrechtliche Texte
Geschrieben von: Granichstaedten-Czerva, R.   

Adelsbünde(Der Elefantenbund, Falkenbund und Alpenbund - 1406-1426) - Nach einem kurzen kriegerischen Konflikt mit den Appenzeller Landsknechten (1405), die über den Arlberg bis Imst vordrangen, weiters infolge von Streitigkeiten zwischen den Herzoglichen Brüdern Leopold IV. und Ernst dem Eisernen, vereinigten sich 21 Ritter in Nord- und Südtirol zu einem Adelsbunde, um ihre wohlerworbenen Standesrechte sowohl gegen den Tiroler Landesfürsten Herzog Friedrich IV., als auch gegen den despotisch-anmaßenden Landeshauptmann Heinrich von ROTTENBURG zu verteidigen.

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